Gesundheitsökonomie an der Universität Bayreuth
Was ist Gesundheitsökonomie?
Gesundheitsökonomie beschäftigt sich mit der Frage, wie begrenzte Ressourcen im Gesundheitswesen so eingesetzt werden können, dass medizinische Versorgung wirksam, wirtschaftlich tragfähig, für die Bevölkerung zugänglich und konsequent patientenzentriert gestaltet wird. Der Bachelorstudiengang Gesundheitsökonomie an der Universität Bayreuth verbindet Betriebswirtschaftslehre und Volkswirtschaftslehre mit medizinischen und gesundheitswissenschaftlichen Perspektiven sowie Digitalisierung/KI, wissenschaftlichen Methoden und Daten. So lernen die Studierenden, komplexe Zusammenhänge im Gesundheitswesen zu verstehen und eine wirtschaftlich tragfähige, qualitätsorientierte, patientenzentrierte und zukunftsfähige Versorgung mitzugestalten.
Das Haus der Gesundheitsökonomie
Der Studiengang Gesundheitsökonomie verbindet drei fachliche Perspektiven: Management im Gesundheitswesen, Ökonomie des Gesundheitswesens und Gesundheitswissenschaften. Digitalisierung / Künstliche Intelligenz, wissenschaftliche Methoden und Daten bilden die gemeinsame Grundlage des Studiums. Erst durch das Zusammenspiel dieser Bereiche entsteht ein umfassendes Verständnis dafür, wie Gesundheitsversorgung organisiert, finanziert, gesteuert und weiterentwickelt werden kann.
Management im Gesundheitswesen
Im Management im Gesundheitswesen stehen die Organisation, Steuerung und Weiterentwicklung von Einrichtungen, Prozessen und Versorgungsangeboten im Mittelpunkt. Die Studierenden beschäftigen sich beispielsweise damit, wie Krankenhäuser und weitere Gesundheitseinrichtungen geführt, Abläufe verbessert und neue Formen der Versorgung gestaltet werden.
Ökonomie des Gesundheitswesens
Die Ökonomie des Gesundheitswesens untersucht, wie Gesundheitsmärkte funktionieren, wie Gesundheitsleistungen finanziert werden und welche Anreize das Verhalten der beteiligten Akteure beeinflussen. Die Studierenden lernen außerdem, gesundheits- und sozialpolitische Entscheidungen sowie den Einsatz begrenzter Ressourcen zu analysieren und zu bewerten.
Gesundheitswissenschaften
Die Gesundheitswissenschaften vermitteln gesundheitswissenschaftliche und medizinische Grundlagen und erweitern den Blick auf Public Health, Prävention und gesundheitliche Versorgung. Dadurch lernen die Studierenden, wirtschaftliche und organisatorische Entscheidungen auch im Hinblick auf medizinische Qualität, gesundheitliche Bedürfnisse und die Perspektive der Patienten zu beurteilen.
Digitalisierung / Künstliche Intelligenz
Digitalisierung und Künstliche Intelligenz bilden eine gemeinsame Querschnittskompetenz des Studiums. Die entsprechenden Inhalte werden sowohl in eigenen Lehrveranstaltungen vermittelt als auch in managementbezogene, ökonomische und gesundheitswissenschaftliche Fragestellungen integriert. Die Studierenden erwerben Kompetenzen zur Bewertung und Gestaltung der digitalen Transformation im Gesundheitswesen und lernen, digitale Entwicklungen sowie Anwendungen Künstlicher Intelligenz fachlich einzuordnen und verantwortungsvoll mitzugestalten.
Wissenschaftliche Methoden und Daten
Wissenschaftliche Methoden und Daten bilden die zweite gemeinsame Grundlage des Studiums. Die Studierenden lernen, wissenschaftliche Literatur aufzubereiten, qualitative und quantitative Daten auszuwerten und Ergebnisse einzuordnen. Diese Kompetenzen werden in Lehrveranstaltungen, Seminaren und anwendungsbezogenen Projekten schrittweise aufgebaut und befähigen dazu, wissenschaftliche Erkenntnisse kritisch zu beurteilen und belastbare Schlussfolgerungen abzuleiten.